Wenn Sie Diabetes haben, lesen Sie dies
Ich habe gesehen, wie Diabetiker alles richtig gemacht haben. Diät. Sport. Tabletten. Und trotzdem auf dem OP-Tisch gelandet sind. Dann fand ich heraus warum -- und es hatte nichts mit ihrer Disziplin zu tun. Mein Name ist Monika Hartmann. Ich arbeite seit siebenunddreißig Jahren auf der Intensivstation. Ich kenne diese Geschichte auswendig. Zuerst kommt das Kribbeln in den Füßen, das man ignoriert. Dann die Wunde am Zeh, die nicht heilt. Dann das Geschwür. Dann der Chirurg. Dann der Moment, wo jemand unter die Decke greift -- und nichts findet. Herr Wendel. 64 Jahre alt. Elf Jahre Metformin. Hat die Diät gemacht. Hat jeden Morgen gemessen. Ich stand neben seinem Bett und dachte nur eines: Das werde ich sein. Mein Nüchternblutzucker lag damals bei 181 mg/dl. HbA1c 7,1 %. Das Metformin-Rezept meiner Ärztin lag uneingelöst in meiner Handtasche. Ich wusste, was Metformin macht. Ich wusste auch, was es nicht macht. Herr Wendel hatte es genommen. Trotzdem lag er da. Wenn Metformin die Antwort wäre, dachte ich, würde ich nicht so viele Herrn Wendels auf meiner Station haben. Drei Jahre lang habe ich alles ausprobiert. Apfelessig vor dem Essen. Berberin zweimal täglich. Kohlenhydrate auf 40 Gramm reduziert. 10.000 Schritte täglich. Dreimal die Woche Krafttraining. Mein Nüchternblutzucker sank von 181 auf 166 mg/dl. Ich dachte an Herrn Wendel. An seine leere Decke. 166 war nicht genug. Und der Preis dafür? Ich war erschöpft. Gereizt. Der Kopf ab 14 Uhr wie in Watte gepackt. Nachts dreimal aufgewacht. Immer noch 160 auf dem Messgerät. Ich machte alles richtig. Und verlor trotzdem. Dann passierte etwas, das alles veränderte. Ich hatte gerade einen Patienten entlassen -- 61 Jahre alt, Typ-2-Diabetiker, drei Monate zuvor mit einem Unterschenkelgeschwür eingeliefert. Klassischer Beginn. Ich kannte die nächsten Kapitel auswendig. Aber diesmal stimmte etwas nicht. Er wirkte leichter. Nicht nur körperlich. Seine Haut hatte dieses Leuchten, das Menschen bekommen, wen