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Shape Story
❌ Ich konnte mich nicht mehr im Spiegel ansehen Mein Name ist Luka Novak. Ich bin 34 Jahre alt und lebe in Wien, im Bezirk Floridsdorf. Ich arbeite als Bauarbeiter bei STRABAG – einem der größten Bauunternehmen Österreichs. Momentan arbeiten wir an einem riesigen Wohnbauprojekt in der Nähe der U-Bahn-Station Kagran. Jeden Tag bin ich ab 6:00 Uhr morgens auf der Baustelle: Beton, Schalung, Gerüstbau. Zehn bis elf Stunden auf den Beinen, bei jedem Wetter. Der Lohn ist für die Branche in Ordnung – rund 2.400 € netto mit Überstunden –, aber durch die Inflation in Wien bleibt am Ende des Monats deutlich weniger übrig, als man denkt. Früher ging es uns gut. Meine Frau Anna und ich hatten eine ordentliche Wohnung zur Miete, und den Kindern fehlte es an nichts. Wir waren zwar nicht reich, aber wir schliefen gut. Und dann, innerhalb von zwei Jahren, änderte sich alles. Zuerst schossen die Energiepreise in die Höhe. Unsere Gas- und Stromrechnungen verdreifachten sich fast. Dann führte unser Vermieter die Mietindexierung ein: 250 € mehr im Monat auf einen Schlag. In Wien heißt es entweder zahlen oder wegziehen, aber mit meinem Job kann ich mir keine allzu große Wohnung leisten. Dann verlor Anna ihren Job als Verkäuferin, als ihr Geschäft Konkurs anmeldete. Sie suchte monatelang, fand aber nur Teilzeitstellen. Ich fing an, jedes Wochenende zu arbeiten und schuftete bis zur Erschöpfung. Der letzte Schlag kam letzten Januar. Mein alter VW hatte auf der Autobahn eine Panne. Reparaturkosten: 5.800 €. Ohne Auto kann ich mein Werkzeug nicht zu den verschiedenen Baustellen transportieren. Ich musste einen Konsumkredit aufnehmen. Damit begann der Abwärtsstrudel. Ich nahm einen kleinen Kredit auf, um die Miete zu bezahlen, dann einen weiteren, um die Zinsen für den ersten zu tilgen. Die Schulden häuften sich. Heizkosten, Winterkleidung für die Kinder, Schulmaterial … Jeden Monat sagte ich mir: „Nächsten Monat wird es besser.“ Aber es wurde immer schlimmer. Heute haben wir 28.500