Link zur App
Hey Leute, ich bin die Stefanie Wagner, 36 Jahre alt. Ich bin Deutsche und wohne seit 10 Jahren in Ludwigshafen, direkt am Rhein. Ich hab ne kleine Einzimmerwohnung. Seit fünf Jahren arbeite ich bei Shell, meist Nachtschicht und abends. Ich hab einen Sohn, den Tobias, der ist 10 und geht aufs Gymnasium. Typisches Leben als alleinerziehende Mutter: Arbeit, Haushalt, Schule, Kochen, Putzen und Dauerschlafmangel. Eine Sache erzähl ich normalerweise niemandem: Ich hab rund 22.000 Euro Schulden bei Krediten und Karten. Jeden Monat geht meine ganze Kohle für Zinsen und Mindestzahlungen drauf, der Berg wird trotzdem kaum kleiner. Ludwigshafen und die ganze Rhein-Neckar-Region sind einfach brutal teuer – Miete, Heizung, Essen, Monatskarte für Tobias. Ende des Monats ist der Kühlschrank meist leer. Die Banken rufen ständig an. Erst noch freundlich, jetzt drohen sie schon mit Gericht und Pfändung. Ich schlaf nachts fast gar nicht mehr. Hab ständig Schiss, dass wir beide auf der Straße landen. Aber vor ein paar Tagen ist was total Verrücktes passiert. Mein Sohn Tobias ist ein riesiger Apache-207-Fan. Der Typ läuft bei uns rund um die Uhr – Poster an der Wand, Texte auswendig, alles. Ich komm total k.o. von meiner Schicht, steh an der Kasse, plötzlich kommt er rein. Apache 207. Ohne Security, ganz normal gekleidet, wie irgendein Typ von nebenan. Ich erkenn ihn sofort an der Frisur und wie er läuft. Er will nur nen Kaffee. Ich steh erstmal auf dem Schlauch. Als ich ihm den Becher rüberreich, trau ich mich endlich und frag leise: „Kann ich kurz ein Foto mit dir machen? Mein Sohn flippt total aus wegen dir.“ Er grinst und meint nur: „Klar, kein Problem.“ Wir gehen raus auf die Tankstelle, machen ein paar Selfies vor den Zapfsäulen. Ich erzähl ihm, dass Tobias seine Tracks nonstop hört und wir „Roller“ schon alle mitsingen können. Er sieht meine roten Augen und wie fertig ich aussehe und fragt: „Alles okay bei dir, Stefanie?“ Und dann breche ich einfach zusammen. Ich e