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🔴 ICH SAß NACH DER LETZTEN LIEFERUNG IM AUTO UND DACHTE: DAS WAR’S 🔴 Ich heiße Timo, bin 31 und komme aus Felix. Ich habe fast vier Jahre in einer Produktion gearbeitet. Kein Traumjob, ganz normaler Betrieb: Schichten, Lärm, Arbeitskleidung, Kaffee aus dem Automaten und jeden Morgen dieselben Gesichter. Aber für mich war das okay. Hauptsache, ich wusste: Am Ende des Monats kommt mein Gehalt, die Miete ist bezahlt, die Versicherung ist bezahlt, Essen ist da und man kann wenigstens ein bisschen planen. Dann wurde mir an einem Tag gesagt, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Kein Streit, kein großes Drama. Ich wurde einfach ins Büro gerufen, man hat mir ein paar Sätze gesagt und fertig. Sie müssten sparen, es würden nicht alle bleiben können. Ich bin da raus, mit meinen Sachen in der Hand, und hatte einfach dieses leere Gefühl im Bauch. Nicht mal Wut. Eher so ein: Okay, und jetzt? Die ersten Wochen habe ich versucht, wieder etwas Ähnliches zu finden, aber so schnell kam nichts Vernünftiges. Und Rechnungen warten halt nicht. Also habe ich mit Lieferungen angefangen. Erst dachte ich, das ist nur für ein paar Wochen. Ein bisschen fahren, den Monat überbrücken, bis ich wieder etwas Festes finde. Aber aus “nur kurz” wurde ziemlich schnell Alltag. Morgens Bewerbungen schreiben, tagsüber auf Antworten warten, abends Jacke anziehen und Bestellungen ausfahren. Regen, Treppenhäuser ohne Aufzug, Leute, die die Tür öffnen, als wärst du persönlich schuld daran, dass ihr Essen zu spät kommt. Handy fast leer, Hände kalt, Rücken am Ende. Ich will nicht rumheulen. Arbeit ist Arbeit. Aber das Eklige daran war: Du bist den ganzen Tag unterwegs, machst irgendwas, sitzt nicht faul rum, und am Abend öffnest du trotzdem deine Banking-App und merkst, dass du einfach nur auf der Stelle trittst. Nicht vorwärts. Nur nicht noch weiter runter. An diesem Abend war ich spät fertig. Es hatte geregnet, meine Jacke war nass, im Auto roch es nach dieser warmen Liefer-Tasche und kaltem Essen. Ich hat